Neuigkeiten

In diesem Jahr waren wir alle wieder fleißig bei Fortbildungen. So gibt es nun auch viele neue Erkenntnisse und weitere wertvolle Therapieansätze:

Ein kleiner Einblick:

Drei Mitarbeiterinnen von uns stehen kurz vor dem Abschluss „Handtherapeut – AfH“.

Ich selbst habe  die Linzenz „Rückenschullehrer /KddR“ erworben.

Zwei Kolleginnen sind nun „HORA – Fachtrainer“ für Schlaganfall und Parkinson – Patienten.

Zwei Mitarbeiterinnen beherrschen seit 2015 „Myofasziale integrative Therapie“ nach Markus Erhard.

Eine Mitarbeiterin erwarb Kenntnisse über  „Sensomotorics Education“.

Des Weiteren gibt es nun auch eine „Osteo Quantic – Therapeutin“.

Und last but not least: Seit Oktober haben wir eine weitere Handtherapeutin AfH.

Das Alles in 2015! – Wir alle sind ziemlich stolz darauf! 🙂

 

Angst hält Schmerzen wach

Menschen mit Rückenschmerzen bewegen sich anders als Menschen ohne Beschwerden.
Aber nicht nur die Schmerzen, sondern auch die Angst davor, wirken sich auf die Bewegungen aus. Dies erklärt teilweise, warum
gewisse Rückenleiden chronisch werden. In einem Versuch konnte gezeigt werden, dass Patienten weniger leiden, wenn sie die Angst
verlieren.
Yves Henchoz und seine Kollegen von der Universität Québec in Trois-Rivières, Kanada, wollten wissen, welche Rolle die Angst beim Übergang zu einem chronischen Krankheitsbild spielt: Beeinflusst die Angst die Rumpfmuskulatur und die Bewegungsausführung? Sie baten 22 gesunde Personen und 22 Patienten mit chronischen Rückenschmerzen, den Oberkörper nach vorne zu beugen und sich anschließend wieder aufzurichten.
Dabei haben sie ihnen im unteren Rückenbereich Temperaturreize in verschiedenen Intensitäten verabreicht, von schmerzlos über leicht schmerzhaft bis schmerzhaft.
Vor jedem Hitzereiz haben sie den Teilnehmern mitgeteilt, wie stark der Schmerz sein würde.
Während des Experiments haben die Forschenden die Rumpfbewegungen und die Muskelaktivität im Lendenwirbelbereich gemessen – mit überraschenden
Ergebnissen. Den größten Einfluss hatte die Angst vor dem Schmerz auf gesunde Personen: je höher die zu erwartende Schmerzintensität, desto stärker die Anspannung der Muskeln. Bei Patienten mit chronischen Rückenschmerzen löste der erwartete Schmerz weniger neuromuskuläre Veränderungen aus. Den Wissenschaftlern zufolge liegt dies daran, dass diese Patienten auch mit schmerzlosem Hitzereiz Schmerzen empfinden. Ihre Bewegungsstrategie ist festgefahren und sie passen sich weniger an die Umwelt an. Somit sind sie in einem Teufelskreis gefangen: Sie fürchten den mit der Bewegung verbundenen Schmerz, schränken dadurch ihre Beweglichkeit ein und verhindern, dass die Schmerzen je nachlassen.
Bei sechs von den 27 Rumpfbeuge- und Rumpfstreckübungen haben die Forscher mit falschen Informationen die Erwartungen der Teilnehmer beeinflusst: Auf die Ankündigung eines geringen Hitzegrades ließen sie einen schmerzhaften Hitzereiz folgen. Sowohl die gesunden als auch die unter Rückenschmerzen leidenden Probanden empfanden den Hitzereiz dadurch weniger schmerzhaft. Es scheint also ratsam, eine erste Dosis an Schmerzmitteln in Form von beruhigenden Worten zu verabreichen, in der Hoffnung dass sich die Kreuzschmerzen nicht verstetigen. (Quelle: Schweizerischer Nationalfonds SNF)
Weitere Informationen unter:
http://www.snf.ch

Artikel aus der Zeitschrift die Säule Rückengesundheit aktuell